Schach statt Karneval

SG Höntrop II – SV Günnigfeld I :  3,0 – 5,0

Die 7. Runde der Bezirksliga, die auf Wunsch der Höntroper eine Woche nach dem regulären Termin am Karnevalssonntag in unserem Vereinslokal ausgetragen worden ist, endete mit einem 5:3- Erfolg für unsere erste Mannschaft.

Von der Papierform her sollte es eine klare Sache werden, aber Höntrop kämpft gegen den Abstieg, so dass wir uns auf ein schwieriges Spiel einstellen mussten. Nachdem alle Jecken an Bord waren, ging es auch gleich los:

Verhältnismäßig leicht hatte es Uwe Brinkmann: sein Gegner warf nicht mit Kamelle, sondern mit Läufern. Er verlor direkt in der Eröffnung eine Figur, kämpfte dann zwar noch lange weiter, letztendlich aber gegen einen Spieler wie Uwe Brinkmann erfolglos.

Die Partie von Marcel Kampmann endete früh ereignislos und wohl dem Spielverlauf entsprechend remis. Ob die beiden wohl noch den Umzug sehen wollten?

Am zweiten Brett von Peter Markus kam es in einem etwa ausgeglichenen aber sehr unklaren Endspiel ebenfalls zur Punkteteilung. Dann setzte sich am achten Brett nach zähem Spiel Gerd Brandhoff als klar DWZ-stärkerer Spieler in der Zeitnotphase gegen seinen Höntroper Gegner durch.

Am ersten Brett fiel die Entscheidung eigentlich auch in der Zeitnotphase, obwohl die Partie dann noch eine Stunde dauerte. Zeitnot war allerdings aufgrund schlechter Zeiteinteilung nur bei Thomas Freisen vorhanden, Bernd Fitz hatte am Schluss mehr (!!) Zeitvorrat als zu Beginn der Partie. Nachdem bis zum 32. Zug nur ein Bauer und eine Leichtfigur abgetauscht wurden, verpasste Thomas Freisen den Gewinn und wickelte lediglich in ein günstiges Endspiel ab, welches dann nach weiteren zwanzig Zügen Remis gegeben wurde.

Vergebene Chancen auch bei der einzigen Niederlage der Günnigfelder. Günter Radi übersah im leicht besseren Endspiel eine feine Falle des Gegners. Seine „Kombination“ brachte ihm zwar eine Mehrfigur, diese war jedoch nicht mehr in der Lage, einen gegnerischen Freibauern aufzuhalten.

Dass es dann nicht sogar nochmal knapp wurde, ist Christopher Kükenbrink zu verdanken. Er verwandelte seinen positionellen Vorteil sicher in Materialvorteil, ließ nichts mehr anbrennen, und sicherte den Mannschaftssieg.

In der letzten Partie kam es bei Markus Bender nach Turmopfer zu einem Dauerschach. Ich habe von dieser Partie nicht viel gesehen, zwischenzeitlich sollen wohl beide Spieler Gewinnmöglichkeiten gehabt haben.

Im Ergebnis ein Sieg, bei dem wohl einige Brettpunkte ausgelassen worden sind. Höntrop kann mit dieser Einstellung jedoch aus eigener Kraft noch den Klassenerhalt schaffen. Für uns geht es in den nächsten beiden Spielen gegen die Verfolger aus Witten und Bochum darum, die entscheidenden Mannschaftspunkte zu holen, so dass man nicht auf Brettpunkte achten muss.

Bereits am 21.02.2016 steht das vorentscheidende Heimspiel gegen Witten an. Wahrscheinlich richten wir gleichzeitig den Verbandsligakampf der Höntroper aus. Da gleichzeitig unsere vierte Mannschaft spielt, herrscht also Hochbetrieb. Zuschauer und Schlachtenbummler herzlich willkommen!!

Thomas Freisen