"Die durch die Hölle gehen"

Die "Hölle" gab es heute für unsere Zweite beim SV Wattenscheid 3 in der Bezirksliga. Es gibt Mannschaftskämpfe, in denen die eine der anderen Mannschaft derart überlegen ist, dass sogar bei ungünstigem Verlauf mit einem Null zu Acht gerechnet werden kann. Um es auf den Punkt zu bringen, die Dritte vom SV Wattenscheid gehört definitiv nicht in die Bezirksliga und macht hoffentlich im weiteren Saisonverlauf einen glatten Durchmarsch in die Verbandsklasse.
Um Schadensbegrenzung bemüht können wir froh sein, dieses Thema schon nach dem ersten Spieltag vom Tisch zu haben. Und tatsächlich gelang es uns heute, an 3 Brettern ein Remis zu holen. Die erste Niederlage kassierte jedoch Bernd 
Fitz am 3. Brett, der gewohnt schnell spielend bereits in der Eröffnung eine Menge Holz ab-tauschte und ein Remisangebot hinterherschickte, das von seinem erfahrenen Gegner jedoch dankend abgelehnt wurde. Wie Bernd dann verlor kann ich nicht sagen, aber plötzlich war die Partie vorbei. Ich hatte vorher nur gesehen, dass Bernds König etwas unsicher stand.
Nach nicht einmal 2 Stunden wurde es dann amtlich, dass uns heute die Höchststrafe erspart bleiben würde. Ersatzspieler Christian Rosen einigte sich mit seiner friedfertig gestimmten Gegnerin auf Remis. Dann ging aber alles ganz schnell. Innerhalb weniger Minuten verloren Marcel 
Kampmann, Andre Rumpf und Manfred Domogalski ihre Partien. Zu den Partien von Andre und Manfred kann ich nichts sagen, das ging alles viel zu schnell. Eine packende Partie spielte Marcel am ersten Brett, bei der die zahlreichen Zuschauer (2 weitere Mannschaftskämpfe im Vereins-heim) voll auf ihre Kosten kamen. Nach haarsträubenden taktischen Verwicklungen konnte Marcel nur unter Preisgabe von Material seinen unsicher stehenden König retten, was aber gleichbedeutend mit der Niederlage war.
Jetzt war der Mannschaftskampf schon entschieden, weswegen ich meinem Gegner Remis anbot. Ich hatte mich mit Schwarz grundsolide aufgebaut und durch den frühzeitigen Tausch beider Springer viel Feuer aus der Stellung genommen. In Anbetracht des großen Unterschiedes in der Spielstärke rechnete ich eigentlich mit einer Ablehnung, aber nach längerem Nachdenken war mein Gegner mit der Punkteteilung einverstanden. Und auch Ralf 
Gödeke schaffte in einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern gegen die ehemalige Spitzenspielerin von Dolce Vita ein Remis. Übrig blieb dann noch Helmut Rumpf, der trotz versuchter taktischer Verwicklungen seine schlechtere Stellung nicht mehr halten konnte.

Matthias Bauer

Ergebnisübersicht unter: http://nrw.svw.info/ergebnisse/show/2016/1845/runde/1/