Bis zur letzten Patrone

Am heutigen 3. Spieltag der Bezirksliga gab es die 3. Saisonniederlage für unsere Zweite Trotzdem sind wir die rote Laterne des Tabellenletzten los, Linden ist nach Brettpunkten noch schlechter.

Nach nicht einmal 2 Stunden Spielzeit wurden die Stellungen von Andre Rumpf und Manfred Domogalski durch wuchtige Opferschläge pulverisiert, was unserem Gegner Winz Baak eine beruhigende Führung einbrachte. Und auch Helmut Rumpf hatte nach etwa 10 Zügen 2 Bauern weniger und kämpfte ums nackte Überleben.

 In dieser Situation schlug mir mein Gegner schon nach 14 Zügen ein Remis vor, was ich nach längerer Bedenkzeit und einem Blick auf die noch laufenden Partien auch akzeptierte. Zu diesem Zeitpunkt rechnete nicht nur ich mit einer sehr hohen Niederlage für uns.

Doch es sollte anders kommen. Zunächst konnte Ralf Gödeke für uns den Anschlusstreffer erzielen. In der Partie von Bernd Fitz gab es dann große Unstimmigkeiten über einen gemachten Zug. Es stand Aussage gegen Aussage, die Partie wurde zunächst unterbrochen und in einem Nebenraum rekonstruiert, ohne dass der Sachverhalt aufgeklärt werden konnte. Bei Wiederaufnahme konnte Bernd dann durch ein schönes Abzugsschach einen gegnerischen Turm gewinnen und so den Ausgleich herstellen.

Jetzt wurden die Karten neu gemischt und in den 3 noch laufenden Partien passierte erst einmal nichts. Dafür aber gab es jetzt Geräusche vom Nebenschauplatz. Unsere Vierte trug im selben Spiellokal ihren Mannschaftskampf der Kreisliga gegen Winz Baak 2 aus. Ein Beteiligter hielt sich wohl nicht so genau an die Schachregeln (berührt-geführt), was zu lautstarken Protesten führte. Hier ergibt sich aber die Problematik der in diesen Klassen fehlenden neutralen Schiedsrichter oder Zeugen. Aber der entstandende Konflikt wurde friedlich beigelegt und es ging mit Schach weiter.

Am Brett von Helmut Rumpf spielte sich jetzt ein richtiges Drama ab. Helmut stand immer noch mit 2 Bauern im Rückstand, konnte aber gegen den unsicher stehenden gegnerischen König Gegenspiel entwickeln. Der Winz Baaker Mannschaftsführer musste nun sehr umsichtig agieren, um Helmut kein Dauerschach zu ermöglichen. Nach längerer Zeit konnte er alle Drohungen abwenden und Helmut gab die hoffnungslose Partie auf.

Jetzt spielten nur noch unsere beiden Spitzenbretter in völlig ausgeglichenen Stellungen. Marcel Kampmann stellte dann auch recht schnell seine Gewinnversuche ein, bei hoffnungslos ineinander verkeilten Bauernketten und ungleichfarbigen Läufern.

Jürgen Prigge wollte sich mit dem angebotenen Remis nicht zufrieden geben und rikierte zu viel. Das Winz Baaker Spitzenbrett wehrte die Drohungen ab und ging selber mit seiner Dame zum Gegenangriff über. Jürgen konnte den Damentausch und Durchmarsch eines Freibauern nicht mehr verhindern und gab zum 3-5 auf.

Matthias Bauer

Ergebnisübersicht unter: http://nrw.svw.info/ergebnisse/show/2016/1845/runde/3/